Dienstag, 16. August 2016

Geist der Maschine


Die Maschinenhalle mit Installation

Gewaltig liegen die alten Maschinen in dem riesigen dämmrigen Raum. Sie dominieren, erschlagen geradezu, jedes Lebewesen wirkt unbedeutend neben diesen scheinbar schlafenden Giganten. Doch sie schlafen nicht, sie sind tot, funktionslos, nur noch ein Denkmal ihrer ehemaligen Bedeutung, eine Erinnerung an die vielen Menschen die mit und von ihnen lebten.
„Geist der Maschine“ ist eine Installation von sieben Künstlern in der historischen Maschinenhalle der Riegeler Brauerei. Die Exponate interagieren mit dem Raum, gestalten ihn um interpretieren ihn neu. Machen ihn durch Form, Farbe, Licht und Klang neu erfahrbar. Lassen den Geist aufleben und die Gespenster erscheinen.


Vernissage

Mit diesem Text hatten wir die Ausstellung der Installation Geist der Maschine angekündigt, die seit Mai nun zu sehen ist. Wir, das sind:

CARMEN GUKELBERGER, SABINE FELDEN, KATHARINA HIRT, CLAUS SCHNEIDEREIT, WOLFGANG KELLER, KARL-HEINZ THIEL, UWE G. HOENIG

An folgenden Terminen ist die Halle noch geöffnet:

Sa. 03.09. + So. 04.09. 13.30-19 Uhr
FINISSAGE: Fr. 30. September 19 Uhr

Die Montage musste noch einmal geändert werden

Von der Vernissage stammt dieser Artikel in der Badischen Zeitung:

http://www.badische-zeitung.de/riegel/annaeherung-von-mensch-und-maschine--122483602.html

In der Zeitung werden auch die Werke der Kollegen beschrieben. Ich werde mich darauf beschränken einige Bilder zu zeigen und ansonsten über meinen eigenen Beitrag zu sprechen. Da jeder von uns ziemlich autonom gearbeitet hat, ist es bemerkenswert, wie gut die Location und das Motto als Klammer Funktioniert haben. Es ist dort eben wirklich der Geist zu spüren.

Wolfgang Keller

Für mich bot sich hier die Gelegenheit ein lange gehegtes Vorhaben in die Tat umzusetzen, nämlich Fotocollagen zu schaffen (größtenteils im Computer entstanden) und durch teilweises Übermalen abzurunden.

Wolfgang Keller

Hier war das Thema, das mir bisher gefehlt hatte. Die vorhandenen Maschinen-Elemente werden zu etwas Neuem umgestaltet und durch Kombination mit Organischem und die Bearbeitung mit Pinsel und Farbe weiter verfremdet. Durch das Anbringen an der Maschine selbst geschieht die Umgestaltung auf einer weiteren Ebene - Übergänge vom Dreidimensionalen ins Zweidimensionale.


Wolfgang Keller

Carmen Gukelberger

Klaus Schneidereit

Sabine Felden, Karl-Heinz Thiel

Katharina Hirt


Mittwoch, 10. August 2016

Noch eine Ausstellung in Luxemburg

Im Anschluss an die sehr gelungene Gruppenausstellung Dead End Stories im Konschthaus beim Engel in Luxemburg-Stadt, ist mein Radierzyklus Der Wein des Mörders in einer Einzelausstellung in einem Museum in Bech-Kleinmacher, ebenfalls in Luxemburg, zu sehen:


Musée "A Possen"
2, Keeseschgässel
L-5405 Bech-Kleinmacher

www.musee-possen.lu



Die Bilder sind, sehr passend, kombiniert mit musealen Weinbau-Gerätschaften.




Die Ausstellung ist noch bis Ende August zu sehen.



Mittwoch, 30. März 2016

Drei Termine 2016

In der ersten Hälfte des Jahres 2016 bin ich mit drei Kunst Ereignissen beschäftigt an denen ich mitwirke, was im ersten viertel Jahr einiges an Aufmerksamkeit verlangt, da die Termine zwar schön nacheinander kommen, aber nahezu gleichzeitig vorbereitet werden müssen.

Am 28. April die Ausstellung Dead end stories im KONSCHTHAUS BEIM ENGEL in Luxembourg. Näheres siehe Einladungskarte.




 
Ich werde dort den Zyklus Der Wein des Mörders präsentieren und die Serien Ausgedachter Akt und Groteskitäten.








Am 25. Mai die Installation Geist der Maschine in der historischen Maschinenhalle der Riegeler Brauerei. Näheres siehe Plakat.




Die Exponate werden ausdrücklich für diese Örtlichkeit Geschaffen.




Am 1. Juli die Riegeler Künstler Tage 2016. Näheres siehe Prospekt.




Hier stelle ich Vorstufen und Varianten zu den Installationen in der Maschinenhalle aus, die zu diesem Anlass ebenfalls besucht werden kann.




Zu jedem Termin gäbe es noch viel zu sagen und die Freunde und Kollegen die sie ins Leben gerufen haben müssten erwähnt werden. Das will ich tun wenn ich etwas mehr Luft habe. Dieser Beitrag dient hauptsächlich der Veröffentlichung der Termine.

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Heißes Spätjahr

Der Herbst steht für mich ganz im Zeichen von Illustration und Comic - sage und schreibe drei Ausstellungen und ein Vortrag zu diesen Themen sind geplant:

Ausstellung: illu² Portfolioschau
Am: 24. Oktober 2015 um 10.00  Uhr
– 1. November 2015 um 17.00 Uhr
Vernissage: 23. Oktober 2015 um 19.00 Uhr
In der: hKDM, Haslacher Straße 15, 79115 Freiburg

Ausstellung: illu² Originale - an der Grenze zur Kunst
Am: 8. November 2015 – 7. Dezember 2015
Vernissage: 8. November 2015, 11 - 13 Uhr
Im: Kunstverein Kirchzarten, Alte Ev. Kirche, Burgerstraße 8,
79199 Kirchzarten

Ausstellung: Comics, Szenen, Momente
Am: vom 12. Oktober - 30. Oktober 2015
Vernissage: 16. Oktober um 19.00 Uhr
Im: Bürgerhaus Au, Dorfstraße 25, 79280 Au
Öffnungszeiten: von Mo - Fr , 8.00 bis 18.00 Uhr

Vortrag: Comics, Entwicklung und Dämonisierung eines Mediums
Am: 1. November 2015, 19.00 – 20.30 Uhr
Im: Weinschlösschen Freiburg, Wilhelmstraße 17A,
79098 Freiburg im Breisgau

Der Eintritt für alle Veranstaltungen ist frei!

Näheres, auch zu den übrigen, sehr empfehlenswerten Illu2 Veranstaltungen, findet sich im Internet unter: illueins.hkdm.de





Sonntag, 3. Mai 2015

Mainzer Minipressen-Messe und Riegeler Künstlertage

Vom 4. bis zum 7. Juni 2015 werde ich zum ersten Mal an der Mainzer Minipresse teilnehmen. Ich werde dort  vor allem das anbieten, was ich bislang in meinem Kasper Verlag herausgebracht habe, aber auch die Surcomixxxx Bände an denen ich beteiligt war. Meine Freunde und Kollegen Michelle und Norman Hothum hatten mich auf dieses Ereignis aufmerksam gemacht.







Genau einen Monat später am 4. und 5. Juli finden die 7. Riegeler Künstlertage statt.





Zu beiden Anlässen habe ich vor meinen Radierzyklus Der Wein des Mörders nach Charles Baudelaire - endlich abgeschlossen - in Buchform und offen präsentieren. Da ich die erste Hälfte dieses Jahres nur daran gearbeitet habe und bei den offenen Ateliers ja üblicher Weise die aktuellen Arbeiten gezeigt werden liegt das nahe.


 



Ich werde später noch einen eigenen Post für dieses Projekt schreiben. Nur soviel: Um zur Mainzer Minipresse fertig zu werden radiere ich mit Hochdruck. 

Meine Ausstellung zu den Künstlertagen findet, wie in den vorigen Jahren, in den Räumlichkeiten von meinem Freund Karl-Heinz Thiel stadt, wo sich auch mein Atelier befindet.

Dienstag, 3. Februar 2015

Im Schaufenster der Buchhandlung Rombach

Seit dem 27.1. kann man, neben Anderen, Illustrationen von mir in einem Schaufenster der Buchhandlung Rombach sehen. 



Vorgestellt wird hier das ILLUbuch, das 2014 erschienen ist. Es repräsentiert die Illustratorenszene der Region. Herausgegeben wurde es von Rolf Störtzer und Dirk Görtler, der darin selbst auch als Illustrator auftaucht. Insgesamt stellen sich 20 Künstlerinnen und Künstler vor.

Dass meine Bilder im Schaufenster so dominieren hängt wohl vor allem mit dem Format zusammen. Es handelt sich um den Zyklus Trennung, bei dem ich ursprünglich keine Veröffentlichung in Buchform geplant hatte.


Mittwoch, 28. Januar 2015

Was mir auf der Seele brennt!

Von Paul Klee stammt der Satz: "Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar." Schon lange bevor ich diese Äußerung kannte habe ich mit ihr überein gestimmt, was mich dazu bringt als geeignete Themen für eine künstlerische Bearbeitung im allgemeinen nur solche zu betrachten, in denen ich Unsichtbares (nicht selten auch für mich) wahrzunehmen glaube. Umgekehrt fühle ich mich angehalten Themen die sich mir klar erschließen und zu denen ich in der Lage bin meinen Standpunkt in unmissverständlichen Worten wieder zu geben auch in dieser Weise auszudrücken. Es gibt den Begriff der künstlerischen Verschlüsselung - bei dem folgenden Thema ist es mir ein Anliegen von jeder Verschlüsselung ausdrücklich Abstand zu nehmen.

Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz, usw.

Ich will meine Position klar machen damit jeder sieht wo ich stehe und mich niemand als Freund betrachtet, den ich nicht zum Freund haben will! Keinesfalls bilde ich mir ein hier irgend jemanden überzeugen zu können. 

Ich bin angewidert!

Ich bin angewidert von den Pegida Demonstrationen. Es ist wichtig sich zu erinnern, dass der Anlass hierfür keineswegs die Attentate von Paris waren, sondern, eine ganze Weile vorher, die "Sorge", dass in der Nähe Flüchtlinge untergebracht werden könnten. Eine solche, rücksichtslos verallgemeinernde, Bewegung ist immer unerfreulich, wäre sie eine Reaktion auf ein Verbrechen oder eskalierende soziale Probleme hätte man wenigstens eine Diskussionsgrundlage gehabt, da es sich aber nur um eine lärmende Verweigerung von Nächstenliebe handelt ist die Schmach für unser ganzes Land nicht abzumildern. Ich musste mit Überraschung feststellen, dass ich Patriot genug bin um mich für Pegida zu schämen, auch wenn ich mit ihnen nun wirklich nichts zu schaffen habe.

Ich bin angewidert von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit die sich in Deutschland schon lange vor Pegida immer breiter gemacht haben, salonfähig gemacht durch Schriften wie die von Sarrazin und scheinbar legitimiert durch die Anschläge vom 11. September 2001. Seitdem sind speziell die Muslime zum Abschuss freigegeben.

Ich bin angewidert von Politikern, die sich bei diesem Thema winden, Verständnis für die "Ängste" der Rassisten beteuern wo es höchste Zeit wäre hier klar Position zu beziehen. Ich habe kein Verständnis für diese Ängste! Die größte Gefahr geht von den Rassisten aus und jeder der auch nur einen Funken Vaterlandsliebe besitzt darf diesen Leuten Deutschland nicht überlassen. (Um nicht ungerecht zu sein will ich erwähnen, dass die Kanzlerin, mit der ich ansonsten selten übereinstimme, in ihrer Neujahrs Ansprache hier ungewöhnlich klare Worte in meinem Sinne gefunden hat und dass nach der Anschlägen von Paris die meisten Politiker der großen Volksparteien sich vorsichtig und differenziert geäußert haben.)

Ich bin angewidert davon, dass wir zulassen, dass sich die Rassisten Themen kapern die auch mich erschüttern, als ob diese ihnen gehörten, so wie Zwangsheirat und weibliche Beschneidung. Interessanter Weise lautet der Lösungsvorschlag üblicherweise: "Keinen mehr rein lassen und die die schon da sind rausschmeißen." Gerade so als ob die potenziellen Opfer - meist junge Muslimas - in ihren Heimatländern nicht mehr gefährdet wären. Ich fordere das Recht ein diese Dinge abscheulich zu finden, ebenso wie Ehrenmorde, Terroranschläge und ISIS, ohne damit in die Nähe der Rassisten zu geraten. 

Und das ist etwas was mir besonders sauer aufstößt: Wenn wir uns wirklich sorgen um die oben genannten Themen machen dann sind diese beschämenden Entwicklungen in Deutschland kontraproduktiv.  Fortschrittlich denkende Muslime werden dadurch in die Rückständigkeit gescheucht. Sei es dass sie einfach nicht in der Heimatlosigkeit zwischen den Fronten landen wollen, nicht anerkannt von den Deutschen und von den Ihren als Arschkriecher oder gar Verräter betrachtet. Sei es, dass die giftige Saat unserer eigenen Rassistischen Hassprediger bei Ihnen zumindest insofern aufgeht, dass sie ihnen abnehmen die schlimmsten Bräuche seien untrennbar damit verbunden ein Moslem zu sein.  

Ich bin angewidert von den Kriegsgewinnlern der AfD. Mir wird speiübel wenn ich bedenke, dass diese Partei in ihrem Programm bezüglich der Migrationspolitik, welches sich ansonsten keineswegs großzügig darstellte, Flüchtlinge (Asylanten) ausdrücklich ausgenommen hatte, nun aber auf einer, gezielt gegen Flüchtlinge gerichteten, Welle mit schwimmt und ihre Vorteile daraus zieht, während sie gleichzeitig ein klareres Profil als eine ihrer Stärken sieht.

Toleranz für Intoleranz ist ein Paradoxon 

Es fällt schwer zu glauben, dass es jemand mit der Forderung seine Intoleranz zu tolerieren wirklich ernst meint. Wenn ich beobachte wie jemand ein Haus anzünden will glaube ich nicht tolerieren zu müssen, dass der dieses Haus eben brennen sehen will. Dieses Bild ist nicht zufällig gewählt, denn genau das sind Rassisten: Brandstifter, Brunnenvergifter! 

Ich fürchte keine neuen KZts - noch nicht. Ich fürchte vor allem, dass die Atmosphäre in unserem Land unerträglich wird. Wie das aussieht kann man Weltweit an vielen Orten beobachten wir selbst kennen diesen Zustand vor allem aus der Vergangenheit in der Zeit nach der Machtübername (NS), bevor das große Morden losging. Nichts davon ist es wert kopiert oder wiederholt zu werden.

Genauso fürchte ich, dass die Bürger mit Migrationshintergrund irgend wann anfangen sich tatsächlich so zu benehmen wie ihnen jetzt nur unterstellt wird. Ist Ihnen aufgefallen wie überraschend ruhig sich vor allem Muslime verhalten, bedenkt man was in den letzten Jahren alles über sie geschrieben und gesagt wurde.